Waldeck(pm). Mit Ablauf der Einreichungsfrist für Wahlvorschläge zur anstehenden Kommunalwahl steht fest: Der FDP-Ortsverband der Nationalparkstadt Waldeck wird bei der kommenden Wahl nicht mit einer eigenen Liste antreten. Damit endet nach über fünf Jahrzehnten eine kontinuierliche Beteiligung der Freien Demokraten an der kommunalpolitischen Arbeit in Waldeck. Mit derzeit drei Stadtverordneten und einer Stadträtin blicken die Liberalen mit Stolz auf ihre kommunalpolitische Arbeit zurück und bleiben der Stadt Waldeck auch künftig
engagiert verbunden. Besonders die Mitwirkung an der neuen Vereins- und Engagementförderung in der Stadt Waldeck sei ein Beispiel für die konstruktive Arbeit der vergangenen Jahre. Die landkreisweit vorbildlichen Regelungen wurden maßgeblich mitentwickelt. Mit etwas Wehmut blickt der Ortsverband auf 55 Jahre FDP-Kommunalpolitik zurück. Bereits 1971 war die FDP der erste gesamtstädtische Ortsverband in der neu gebildeten Großgemeinde Waldeck und seither ununterbrochen in den Wahlgremien vertreten. „Die Stadt Waldeck ist auf einem guten Weg“, betont der Ortsverbandsvorsitzende Martin Merhof. Auch der noch zu beschließende Haushalt 2026 setze trotz schwieriger Rahmenbedingungen wichtige Impulse. Der von der FDP unterstützte Bürgermeister Nicolas Havel habe neuen Schwung, neue Ansätze und klare Zukunftsperspektiven in die Stadt gebracht.
Die Entscheidung, bei der kommenden Kommunalwahl nicht mit einer eigenen Liste anzutreten, sei dem Ortsverband nicht leichtgefallen. „Leider ist es uns trotz intensiver Gespräche und Bemühungen nicht gelungen, ausreichend neue Interessierte für ein Engagement in der Kommunalpolitik zu gewinnen“, erläutert Merhof. Neben dem Wegzug langjährig aktiver Mitglieder und altersbedingtem Ausscheiden aus dem politischen Ehrenamt hätten auch die allgemeinen Rahmenbedingungen der Tagespolitik eine Rolle gespielt. Die Entscheidung sei im Ortsverband einmütig getroffen worden. Für die anstehende Kommunalwahl richten die Liberalen den Blick bewusst auf das Miteinander vor Ort. „Kommunalpolitik lebt von Menschen, die Verantwortung
übernehmen, zuhören und gemeinsam Lösungen für ihre Stadt entwickeln“, so der Ortsverband. Gerade auf kommunaler Ebene komme es weniger auf parteipolitische Abgrenzung als auf sachorientierte Zusammenarbeit und persönliches Engagement an. Der FDP-Ortsverband appelliert an die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger, die Vielfalt der Kandidatinnen und Kandidaten zu nutzen und jene zu unterstützen, die sich glaubwürdig für ihre Ortsteile, Vereine und das Gemeinwesen einsetzen.
Kommunalpolitik entscheidet über ganz konkrete Fragen vor Ort – über Vereine, Infrastruktur und Zusammenhalt –, nicht über bundes- oder europapolitische Grundsatzfragen, die auf
kommunaler Ebene weder beschlossen noch rückgängig gemacht werden können. Ein respektvoller Umgang, gegenseitige Wertschätzung und konstruktive Diskussionen seien die Grundlage für eine lebendige und erfolgreiche Kommunalpolitik. Der FDP-Ortsverband Waldeck bleibt weiterhin bestehen und wird die politische Entwicklung in der Nationalparkstadt auch künftig kritisch-konstruktiv begleiten. Interessierte sind ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen – mit Blick auf kommende Aufgaben und mögliche zukünftige Kandidaturen. Unabhängig von der Situation vor Ort treten Susanne Günther und Martin Merhof bei der Kreistagswahl auf der Liste der FDP an.

